Yoga und Detox

Wenn man anfängt Yoga zu üben kann es sein dass man schnell Unterschiede feststellt. Je nachdem aus welchem körperlichen Zustand man startet kann sich eine Veränderung im Körpergewicht und in der Muskulatur einstellen, einfach da man sich plötzlich anders und mehr bewegt. Außerdem hat Yoga noch den Zusatzeffekt, dass die Atmung ganz bewusst dazu genommen wird. Der Effekt von z.B. Drehungsübungen potenziert sich durch eine Bauchatmung, da die Organe noch intensiver gedreht, gestreckt und bewegt werden. Durch das verstärket Bewegen auch der organischen Schicht wird der Stoffwechsel verändert, es kann sein dass man plötzlich viel mehr Hunger hat und trotzdem abnimmt. Es kann aber auch sein, dass man plötzlich ganz andere Lebensmittel zu sich nimmt, da man mehr Körperbewusstsein entwickelt und intuitiv merkt, was einem gut tut und was nicht.

Eigenes Beispiel: ich genieße tatsächlich sehr gerne und es gibt auch bei mir Phasen, in denen ich mal überhaupt nicht auf meine Ernährung achte. Meistens auch in Phasen, in denen ich nicht besonders gut drauf bin und dann einfach keine Energie für Achtsamkeit für meine Ernährung habe. Ungesundes Essen geht einfach schnell und gibt einen kurzfristigen Push, z.B. macht der Genuß von Zucker kurzfristig glücklich. Langfristig führt es aber zu einem Gefühl von Schwere und verstärkt die Themen, von denen man sich mit übermäßigem Zuckerkonsum „ablenkt“.

Wenn ich aber regelmäßig Yoga übe und dadurch meine Achtsamkeit stärke, mein Körperbewusstsein sich wieder einstellt, dann verändert sich das und ich habe tatsächlich phasenweise überhaupt keine Lust auf diese Art Genussmittel.

Durch den Fokus auf die Körperempfindungen, die sich nach dem Essen einstellen, merkt man was einem wirklich gut tut.

Wovon wollen wir eigentlich entschlacken? Und was sind Schlacken eigentlich?

Schlacken sind unter anderem Stoffwechselabfall-Produkte die nicht ausgeschieden werden. Sie lagern sich im Gewebe ab und zeigen sich z.B. als Cellulite, aber auch als Gelenkschmerzen , Kopfschmerzen oder z.B. über Verdauungsstörungen. 

Schlacken sind aber auch aller unnötiger Ballast, den wir mitschleppen. Gewicht. Negative Gedanken. Eine unverarbeitete Trauer. Sowas kann man alles mit einem Entgiftungsprogramm angehen. Aber hier ist die Maßgabe: langsam beginnen, da sich durch das lösen von Schlacken auch erst mal Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder enorme Müdigkeit zeigen können.. 

Detox und Yoga ist keine schnelle Detox-Kur. Es ist eine grundsätzliche Umstellung der Lebensweise. Es geht vor allem um ein besseres Körpergefühl, seelischen Ausgleich und eine ganzheitliche Gesundheit. 

Was gehört dazu?

Yang Yoga – Dadurch wird der Abbau von Giftstoffen durch Hitze im Körper gefördert. , Man schwitzt und kurbelt den Stoffwechsel an, die Muskel werden stärker und verbrennen mehr Kalorien. Die Stärkung des Körpers sorgt auch für mehr Standhaftigkeit und für eine geistige Haltung von Stabilität, Konzentriertheit und Selbstvertrauen. 

Yin Yoga – Dadurch wird das Bindegewebe entschlackt und die Faszien gedehnt. Die Meridiane werden aktiviert, die die Energie zu den Organen transportieren.

Seelisches Gleichgewicht – Stress und Unzufriedenheit wirken sich massiv auf den Körper aus. Aus Eigenerfahrung kann ich sagen, die schlimmsten körperlichen Erscheinungen hatte ich in sehr stressigen Zeiten. Gewichtsjojo, Akne, Haarausfall, kaum Schlaf, Gelenkschmerzen und psychische Belastungen.  Und jede Menge Yoga hat geholfen mich irgendwie am Laufen zu halten, aber es war nie langfristig. Wirklich langfristig ins Gleichgewicht und ins tatsächlich erwünschte Detoxing kann man nur über die Erfüllung der seelischen Bedürfnisse kommen. Oder zumindest indem man diesen Bedürfnissen mal zuhört.

Achtsamkeit – Yoga fördert Achtsamkeit, da man wieder lernt dem Körper zuzuhören. Der Körper sendet uns ständig Signale was gut für uns ist, wir müssen nur lernen wieder hinzuhören. Wir sind es gewohnt zu Funktionieren, und da stört es einfach wenn der Körper nach Pause verlangt. Aber langfristig müssen wir ihm zuhören, denn er wird uns so lange Signale senden bis wir zuhören.

Ernährung – Die Yogalehre weist auf eine Ernährung hin, die möglichst „sattwig“ ist. Sattwig ist alles, dass uns in einen reinen und ausgeglichenen Zustand bringt. Empfohlen wird Obst und Gemüse, Getreideprodukte, eine grundsätzlich vegetarische Ernährung. Das passt auch mit dem westlichen Konzept der überwiegend basischen Ernährung zusammen, die auf reine Pflanzennahrung abstellt. Am wichtigsten ist es auf sich selbst zu hören was einem gut tut. Ab und zu aus dem Konzept zu fallen gehört da genauso dazu, wie sich nach Ernährungsregeln zu ernähren. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit überwiegend basischer Ernährung und mit Intervallfasten, d.h. 14-16 Stunden nichts essen, den Rest der Zeit normal.

Reinigungstips aus dem Yoga:

Im Yoga gibt es eine ganze Reihe von Regen zu einer guten Reinigung des Körpers. Naben der üblichen Körperpflege kann ich folgendes empfehlen:

  • Zungenreinigung mit einem Zungenschaber
  • Ölziehen mit Kokosöl
  • Warmes/heißes Wasser morgens (versetzt mit Ingwer/Zitrone, aber Achtung: Magenverträglichkeit testen)

Weiterhin kann ich folgendes empfehlen, um den Körper zu mehr Gleichgewicht durch Entschlackung zu verhelfen, die hauptsächlich auf der Entgiftung über die Haut basieren:

  • Bäder mit Basensalz (ca. 1 Stunde baden)
  • Leberwickel mit Apfelesseig
  • Masken mit Heilerde

Außerdem hilft es die Kosmetika und Putzmittel auf Inhaltsstoffe zu prüfen, mit denen man sich umgibt. So kann man vermeiden sich mit schädlichen Produkten zu umgeben und über die Atemwege oder die Haut Giftstoffe aufzunehmen. Wenn man auf Putzmitteln mit z.B. schädlichen Tensiden verzichtet tut man nicht nur sich selbst, sondern der Umwelt etwas sehr sehr Gutes.

Wenn wir uns selbst besser behandeln, dann tun wir das auch mit unserer Umwelt. Die Natur ist so wertvoll und wir können viel dafür tun weder uns selbst noch die Umwelt zu verschmutzen.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Umsetzen des einen oder anderen Tips.